Juni 2009
Studenten des Zentrums für Holzwirtschaft der Universität Hamburg besuchten das Sägewerk Sturm
Entstehung eines integrierten Holzverarbeitungs-Clusters im Mittelpunkt des Interesses
Unter Leitung von Prof. Dr. Udo Mantau besuchten Studenten des Zentrums für Holzwirtschaft der Universität Hamburg Anfang Juni 2009 das Holzverarbeitungs- und Bioenergie-Cluster Herbrechtingen. Im Rahmen der diesjährigen Exkursion, die zu verschiedenen Betrieben der holzbe- und verarbeitenden Industrie in ganz Süddeutschland führte, wurden in Herbrechtingen das Sägewerk der Firma Sturm Holzverarbeitung sowie das Biomasse-Heizkraftwerk Herbrechtingen besichtigt.
Unter Führung von Dr. Bertil Burian von der Firma Sturm erhielten die Exkursionsteilnehmer Einblicke in die Produktion und Weiterveredelung von Nadelschnittholz in einem modernen Großsägewerk. Neben der Besichtigung der einzelnen Prozessabläufe im Sägewerk erhielten die Studenten Informationen zur Struktur der deutschen Sägeindustrie und deren soziale und ökonomische Bedeutung im ländlichen Raum. Auch wurden aktuelle Themen, wie die derzeitige Situation auf den Rund- und Schnittholzmärkten, diskutiert. In seiner Einführung sowie an verschiedenen Stationen der Führung verdeutlichte Dr. Burian die Chancen eines Clusters für alle beteiligten Firmen und ging auf die Historie des Clusters in Herbrechtingen ein.
Anschließend wurde das Biomasse-Heizkraftwerk Herbrechtingen besucht, dass mit einer Feuerungswärmeleistung von 49 MW zu den größten stromgeführten Kraftwerken im süddeutschen Raum gehört. So erfuhren die Studenten vom Betriebsleiter Jürgen Wiedenmann, dass durch die Verbrennung von Resthölzern die Erzeugung von rund 16 MW umweltfreundlich erzeugtem Strom sowie bis zu 25 MW thermische Leistung in Form von Prozesswärme möglich ist. Insbesondere die Nutzung der Prozesswärme zur Trocknung von Schnittholz oder Sägenebenprodukten zur Pelleterherstellung ist der Grund, weshalb das Biomasse Heizkraftwerk über einen sehr hohen Nutzungsgrad verfügt. Beim anschließenden gemeinsamen Mittagessen war dann noch genug Zeit, um aktuelle Entwicklungen in der deutschen Säge- und Holzindustrie sowie in Bereich der Bioenergie zu diskutieren




